Zuhause richtig beleuchtet

Mit kluger Lichtplanung erstrahlen schummrige Wohnhöhlen, lassen sich Hell-Dunkel-Kontraste schaffen und Räume optisch vergrößern.

Schon mit wenigen Tipps lässt sich schönes Licht erzielen. Unsere erhellende Anleitung, zeigt wie´s geht.

  • Verzichten Sie in Räumen mit wenig Tageslicht auf dunkle Anstriche und Vorhänge: Sie schlucken Licht. Helle Farben reflektieren und lassen Weite entstehen. Und bei Kunstlicht? Ideal ist ein Mix aus Hintergrund-, Akzent- und Arbeitslicht. Den Hintergrund erhellen Deckenleuchten oder -fluter. Ein Dimmer dient dazu, die Helligkeit, je nach Stimmung, anzupassen.
  • Gleichmäßig ausgeleuchtete Zimmer wirken eintönig. Lichtinseln kreieren abwechslungsreiche Hell-Dunkel-Kontraste. Akzentlicht – etwa durch Wandfluter – betont Bilder und Pflanzen, Lichterketten schaffen Atmosphäre.
  • Sie können mit Licht sogar Fehler kaschieren: Strahlt es die Decke an, erscheint der Raum höher. Nutzt man die Wände als Reflektor, wirkt er breiter.
  • Achten Sie beim Kauf von LEDs auf die Lichtfarbe: Warmweißes Licht wirkt gemütlich und eignet sich perfekt zum Wohnen.
  • Je höher die Lichtquelle, desto unpersönlicher die Atmosphäre. Legen Sie Ihr Licht also ruhig mal tiefer!
  • Die ideale Beleuchtung entsteht durch einen Mix aus drei Lichtquellen: Hintergrundbeleuchtung, Akzent- und Arbeitslicht.
  • Das schönste Licht schaffen übrigens immer noch Kerzen, da sich ihre Flamme bewegt. Keine Lampe kann da mithalten.

Lichtwecker machen wach

Von der Sonne geweckt zu werden, ist der beste Start in den Tag. Die Zeiten des Sonnenaufgangs lassen sich jedoch oft nur schwer mit unserem Alltag vereinbaren. Bei geschlossenen Jalousien können Lichtwecker das Sonnenlicht simulieren und uns sanft zur Wunschzeit aus dem Schlaf holen.

Licht für mehr Konzentration

Wenn ein Arbeitszimmer nur wenig Tageslicht bekommt oder im Herbst und Winter die Sonne selten scheint, leidet die Konzentration. Abhilfe können LED-Lampen mit hohen Lichttemperaturen ab 5.500 Kelvin schaffen. Ihre Lichtfarbe mit einem höheren Blauanteil motiviert und fördert die Leistungsbereitschaft.

Für mehr Sicherheit

Gut ausgeleuchtete Ecken bewahren vor Unfällen. In Keller und Treppenhaus steigern Deckenleuchten mit rund 4.000 Kelvin Farbtemperatur die Sicherheit. In die Treppenstufen eingebaute Spots verhindern das Stolpern. In der Küche leuchten Spots oder Leuchtstoffröhren unter den Oberschränken die Arbeitsfläche gleichmäßig aus. Bei etwa 5.300 Kelvin Lichtfarbe lassen sich Zwiebel und Finger sicher unterscheiden!

Licht für Entspannung

Schummriges Kerzenlicht macht Räume gemütlich. Es ist mit unter 2.000 Kelvin warmweiß. Lampen mit etwa 2.700 Kelvin tauchen das Wohnzimmer in sanftes Licht und beruhigen. Zusätzliche Leuchten neben oder hinter dem TV-Gerät entspannen die Augen. Auch eine Lichttherapie kann für Entspannung sorgen und die Stimmung aufhellen.

Gut schlafen

Wer schlecht einschlafen kann, hat häufig ein zu helles Schlafzimmer. Zu viel Licht stört die Produktion des Hormons Melatonin, das für erholsamen Schlaf sorgt. Also Licht aus, Raum verdunkeln und Smartphone aus dem Zimmer. Ein Tipp für den nächtlichen Weg zum Klo: Statt der kompletten Beleuchtung Bewegungsmelder mit warmweißen Lämpchen nutzen. Sie gehen automatisch an und weisen den Weg.

Lampen und Leuchten erklärt

Watt gewusst: Was bedeuten eigentlich Kelvin, Ra-Wert oder Lumen auf der Lampenverpackung? Wir haben die Hinweise entschlüsselt.