Mehr Transparenz

Ab 2018 beginnt der Einbau verpflichtender digitaler Zähler. Haushalte erhalten darüber einen detaillierten Einblick in den eigenen Verbrauch.

Die dezentrale Stromproduktion erneuerbarer Energien steigt. Erträge aus Windkraftanlagen oder Photovoltaikanlagen auf Privathäusern werden in die Stromnetze eingespeist und stellt sie vor Herausforderungen. Je nach Wetterlage muss das Netz hohe Mengen an Stromerträgen verkraften. Damit Energieversorger präzise planen können, wann wiederum wie viel Strom für Privathaushalte wie Unternehmen bereit gestellt werden muss, benötigen die Versorger präzise Daten. Dazu sollen digitale Zähler beitragen. Diese modernen Messeinrichtungen (mME) erfassen den Verbrauch und die verwendete Leistung in Echtzeit. Die Daten werden über 24 Monate gespeichert. Erst in Kombination mit einem sogenannten „Smart-Meter-Gateway“ werden diese Daten fernauslesbar und damit zugänglich für Messestellenbetreiber oder Energieversorger.

Der Zeitplan

Der Einbau der digitalen Zähler ist bereits seit diesem Jahr verpflichtend und wird – sobald die Technik am Markt verfügbar ist – schrittweise umgesetzt. Für die Pfalzwerke steht im gesamten Versorgungsgebiet der Tausch von rund 350.000 Zählern an. Diese Zahl teilt sich auf 290.000 moderne Messeinrichtungen (mME) und rund 60.000 intelligente Messsysteme auf. Vom Gesetzgeber ist bis Ende 2019 die Umsetzung einer Mindestquote von 10 Prozent der modernen Messeinrichtungen vorgeschrieben. Zunächst betrifft dies Haushalte und Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 10.000 Kilowattstunden. Ab 2020 muss auch in Haushalten mit einem Energieverbrauch von mehr als 6.000 kWh die neue Zählergeneration verbaut sein.

Die Vorteile

Diese neue Generation bietet den Haushalten eine deutlich höhere Transparenz des eigenen Verbrauchs als die bisherigen sogenannten Ferrari-Zähler. Die mME verfügt über standardisierte Datenschnittstellen, über die Endverbraucher Zählerstände am eigenen PC abrufen können oder Smart Home Produkte zur digitalen Steuerung der Haustechnik anbinden können.

Der Ablauf

Alle Verbraucher und Erzeuger, die zwischen 7 und 6.000 Kilowattstunden pro Jahr benötigen, erhalten im Rahmen eines eichrechtlichen Turnuswechsels eine moderne Messeinrichtung (mME). Neubauten ebenso wie Bestandshäuser nach größeren Renovierungen werden direkt mit der modernen Technik versorgt. Für durchschnittliche Haushalte sind damit Kosten in Höhe von rund 20 Euro verbunden.Parallel erfolgt der verpflichtende Einbau intelligenter Messsysteme ab 2018 über mehre Jahre gestaffelt. Betroffen sind davon Letztverbraucher mit einem Jahresverbrauch von mehr als 10.000 kWh und Anlagenbetreiber mit einer installierten Leistung zwischen 7 und 100 Kilowatt.

Informationen

Detaillierte Informationen bietet die Pfalzwerke Netz AG. Zudem steht der Kundenservice der Pfalzwerke von Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr und am Samstag von 8 bis 14 Uhr zur Verfügung: Telefon (0621) 570 57-2585