Kurz mal aufladen

Damit E-Autos selbstverständlich werden, müssen sie zuhause sicher und komfortabel geladen werden können. Die Pfalzwerke haben ein Komplettpaket entwickelt.

Umweltfreundliche Mobilität steht oben auf der Agenda der Pfalzwerke. Bis 2020 wollen sie 350 Ladepunkte in der Pfalz und im Saarpfalzkreis installiert haben. 2017 war der Auftakt, bis Ende diesen Jahres werden es bereits über 100 Ladepunkte sein. Die E-Tankstellen sind zentral installiert, umgeben von Einkaufsmöglichkeiten und haben nachhaltigen Öko-Strom im Angebot.

Doch wie lässt sich das Aufladen des eigenen E-Fahrzeugs zuhause komfortabel und sicher lösen? Wer über die heimische klassische Steckdose das Stromnetz anzapft, benötigt in der Regel mehr als zehn Stunden, um den Akku seines E-Autos mit rein elektrischem Antrieb vollzuladen und belastet das eigene Stromnetz. „Das geht auch schneller“, weiß Kolja C. Moreth, Business Development-Manager der Pfalzwerke.

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Der Energieversorger bietet E-Autofahrern eine Komplettlösung, bestehend aus der Ladeinfrastruktur, Installation und passendem Strom-tarif in Zusammenarbeit mit dem lokalen und durch Pfalzwerke zertifizierten Handwerk an. Die ersten Pionier-Installationen dazu starteten Anfang des Jahres. Zunächst sammelten Pionierkunden erste Erfahrungen, so zum Beispiel Philipp Klewitz. Seit letzten Sommer fährt er einen familientauglichen Mercedes GLC mit Hybridtechnologie, mit dem er zur Arbeit fährt und dort den Akku wieder auflädt. Der Akku reicht für kurze Distanzen bis 30 Kilometer – zu wenig für seinen Weg zur Arbeit. Er profitiert jedoch vom Mischbetrieb und senkt so seinen Gesamtverbrauch.

Komfortabel, schnell, steuerbar

Die Ladezeit hängt in erster Linie vom Akku des Fahrzeugs ab. Bei seinem E-Auto mit zusätzlichem Verbrennungsmotor dauert es über die normale Steckdose vier bis fünf Stunden. Seit Februar ist nun bei ihm eine „Wallbox“ von den Pfalzwerken installiert. Die Handhabung ist einfach. Über ein Kabel wird das Auto mit der Wallbox verbunden und „der Akku ist in 2,5 Stunden vollgeladen“, erklärt der Familienvater zufrieden. Ein weiterer Vorteil: Über eine App kann er auf seinem Smartphone den Ladezustand verfolgen. Im Moment bezieht er seinen Strom für die E-Mobilität direkt aus dem Netz. Dafür wird es künftig eine speziellen Tarif geben.

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Die Familie hat jedoch auf dem Dach eine eigene Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 9,8 Kilowattpeak und erweiterte die Leistung mit einer zweiten Anlage Anfang Mai, installiert von Pfalzwerke Tochter Pfalzsolar. Strom aus Eigenproduktion gibt es somit genug. „Es wäre ideal, wenn wir den selbst produzierten Strom direkt ins Fahrzeug einspeisen können“, wünscht sich Klewitz. „Ich bin sicher, in ein, zwei Jahren sind E-Fahrzeuge viel selbstverständlicher und die Infrastruktur dichter – jetzt leisten die Pfalzwerke die notwendige Pionierarbeit in der Pfalz – das finde ich wichtig.“ Die ersten Pilot-Installationen sind erfolgreich abgeschlossen. Bis Ende 2018 rechnet Kolja C. Moreth mit einer deutlich zunehmenden Nachrage nach Wallboxen in privaten Haushalten in der Pfalz

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Kontakt

Kolja C. Moreth
Vertriebssteuerung & Produktmanagement Pfalzwerke
Telefon 0621 585-2558
E-Mail elektromobil@pfalzwerke.de