Herbsttour – Keschde inklusive

Mitarbeiter der Pfalzwerke kennen ihr Versorgungsgebiet buchstäblich wie ihre eigene Westentasche und verraten dieses Jahr ihre ganz speziellen Wandertipps!

Die Herbsttour startet, in der Nähe von Edenkoben, im kleinen Weinort St. Martin. Der Weg führt zunächst durch das malerische Örtchen bergauf zur „Mariengrotte“ am Waldrand, die mittlerweile ein Wallfahrtsort geworden ist. Die Madonna ist dem Vorbild in Lourdes nachgestaltet und wurde 1912 gestiftet. Sie steht in einer kleinen Felsengrotte. Davor laden schattig gelegen Bänke zur Rast oder Meditation.

Grün

Grün eingebettet: die Mariengrotte

Weiter geht es bergauf zur Kropsburg. Nach dem Aufstieg hat man hier einen grandiosen Blick über die Rheinebene wie auf St. Martin. Die Burg selbst kann nicht besichtigt werden, in der Schänke jedoch sind Wanderer herzlich willkommen. Die Burg wurde vermutlich zu Beginn der 13. Jahrhunderts erbaut. Sie überstand den Bauern- und Dreißigjährigen Krieg, wurde jedoch während des Pfälzischen Erbfolgekrieges 1689 vollständig zerstört. Aus dem Trümmern erbaute man 1771 erneut eine Burg.

Nun folgt man ein Stück dem „Keschdeweg“ durch den „Keschdewald“. Und damit wird klar, warum dies die Herbsttourenempfehlung ist: Jetzt direkt Esskastanien sammeln und abends zum (neuen) Wein heiß genießen. Wer schon auf der Tour Hunger bekommt, kann bei der Waldgaststätte am Friedensdenkmal einkehren, das oberhalb von Edenkoben gelegen ist.

Das Friedensdenkmal wurde 1899 zum Gedenken an den Sieg im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 errichtet. Bei der 1200-Jahr-Feier Edenkobens im Jahr 1969 ersetzte man das Schwert in der Hand der Reiterfigur durch einen Palmzweig. In diesem Jahr nun wurde das Siegesdenkmal in Friedensdenkmal umbenannt.

Geschichtsträchtig:

Geschichtsträchtig: Vom Sieger- zum Friedensdenkmal

Der Heimweg führt auf dem gleichen Weg zurück nach St. Martin. Alternativ kann man vom Friedensdenkmal durch den Wald hinabsteigen und am Waldrand oberhalb der Weinberge entlang nach St. Martin zurückgehen.


„Das Einmalige an der Tour: Wenn man nach einer Stärkung in der Waldgaststätte das Friedensdenkmal über Treppen besteigt, liegt einem der „Garten Eden der Pfalz“ zu Füßen. Ein großartiger Blick.
Ursula Walter, Verwaltungsfachkraft Energiedienstleistungen Privat- und Geschäftskunden, Pfalzwerke Südpfalz


Tourdetails

Start und Ziel: St. Martin

Strecke: zirka 10 Kilometer

Schwierigkeit: einfach; festes Schuhwerk

Dauer: zirka 3-4 Stunden

Tour: Variationen zu dieser Tour bietet der Tourenplaner-Rheinland-Pfalz.

Detaillierte Informationen zur Region bietet St. Martin