Solar-Boom trotzt Wirtschaftskrise

Die Investitionen in Erneuerbare Energien reißen auch in der anhaltenden Wirtschaftskrise nicht ab. Das belegen Zahlen des US-Marktforschungsunternehmens "Bloomberg New Energy Finance".

Die weltweiten Investitionen in Erneuerbare Energien sind im zweiten Quartal 2012 um 24 Prozent auf insgesamt 48,8 Milliarden Euro gestiegen. Die Volksrepublik China trug einen erheblichen Beitrag zu diesem starken Anstieg bei. Das Reich der Mitte investierte im zweiten Quartal 15 Milliarden Euro, das sind 92 Prozent mehr als noch im ersten Quartal 2012. Der starke Vorstoß Chinas in die Branche der Erneurbaren Energien, verbunden mit der günstigen Herstellung der Solaranlagen, stellt einen erheblichen Grund für die gesunkenen Öko-Stromkosten dar.

Trotz wackelnder Säulen im Euroraum investiert auch Europa weiter in grüne Energien. Hier stiegen die Investitionen um elf Prozent auf 8,4 Milliarden Euro.

Lange Laufzeit- wenig Verlust

Dass Solarenergie sich lohnen kann, zeigt ein feierliches Jubiläum in Frankreich. Seit 20 Jahren wird in einem kleinen Dörfchen in der Nähe der Stadt Lyon die erste ins französische Netz eingebundene Solaranlage betrieben. Die 945-Watt Solaranlage büßte bisher trotz ihres hohen Alters lediglich 8,3 Prozent ihres Wirkungsgrades ein. Eine stolze Bilanz, gehen doch Experten davon aus, dass eine Solaranlage nach 20 Jahren rapide an Leistung verliere.