Nischendasein trotz vieler Vorteile

Dieselkrise: Autofahrer suchen nach Alternativen. Gasbetriebene Fahrzeuge profitieren kaum, trotz Einsparvermögen an Kosten und Emissionen.

Die Zulassungszahlen von Dieselfahrzeugen sind in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um ein knappes Fünftel zurückgegangen. Deutsche Autofahrer steigen also immer mehr auf andere Antriebsarten um, so werden nun mehr Elektro- und Hybridfahrzeuge zugelassen. Pkw, die mit Gas betrieben werden, führen weiterhin ein Nischendasein.

Gasbetriebene Fahrzeuge: LPG und CNG

Es gibt zwei Arten von gasbetriebenen Fahrzeugen: Die einen tanken Auto- oder Flüssiggas (LPG, Liquefied Petroleum Gas), dass auch in anderen Bereichen, wie in der Industrie oder zum Heizen, genutzt wird. Die anderen werden mit komprimiertem Erdgas aus einem Drucktank (CNG, Compressed Natural Gas) betrieben. Umweltvorteile haben beide zum Beispiel bei den CO2- und Stickoxid-Emissionen.

Verbreitung von Gas-Fahrzeugen

Autogas ist in Deutschland weiter verbreitet, als Erdgas. Rund 7.100 LPG-Tankstellen in der gesamten Bundesrepublik stehen den 420.000 Autofahrern mit Autogas zur Verfügung. Das macht 0,9 Prozent von allen (46 Millionen) Autos in Deutschland. Doch trotz Steuervorteilen und fast halben Kraftstoffkosten ist die Tendenz seit 2013 abnehmend. Dennoch hält Autogas den größten Anteil im Bestand unter den alternativen Antrieben. Fahrzeuge mit Erdgas sind deutlich weniger verbreitet. Der Bestand enthält circa 75.000 Fahrzeuge. Auch das Tankstellennetz ist mit knapp 900 Stationen nicht flächendeckend ausgebaut. Der VW-Konzern hat nun gemeinsam mit weiteren Industriepartnern eine Initiative gestartet. Dabei gibt es neue Modelle im Angebot und eine Prämie für Kunden, die von Diesel auf Erdgas umsteigen.