Internationale Agentur lobt Energiewende

In einem am Freitag veröffentlichtem Bericht lobt die Internationale Energieagentur die Energiewende in Deutschland. Die Bestätigung stellt eine Kehrtwende für die mächtige Organisation dar.

Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht Deutschland mit seinen Beschlüssen zur Energiewende auf einem guten Weg. Insbesondere das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) lobt die Agentur als effektives Ausbauinstrument, das die Kosten für die Erzeugung regenerativer Energien in den letzten Jahren entscheidend gesenkt habe.

Kehrtwende in IEA-Politik

Im IEA-Länderbericht Deutschland 2013 hält die Organisation die Stromversorgung in Deutschland trotz Atomausstieg für gesichert. Der deutsche Kraftwerkspark verfüge bis mindestens 2014 über zufriedenstellende Reservekapazitäten, heißt es. Zudem sei Deutschland auf einem guten Weg, seine CO2-Emissionen wie geplant bis 2020 gegenüber 1990 um 40% zu verringern.

Letzten Herbst hatte die IEA noch vor negativen Folgen für den Klimaschutz, die Versorgungssicherheit und den Strompreis gewarnt. Von dieser Position ist die einflussreiche Organisation nun abgerückt. Sie mahnte allerdings, die Kosten, aber auch die Vorteile der deutschen Energiewende fair auf alle Beteiligten zu verteilen.

Empfehlungen an die deutsche Politik

In ihrer Rede zur Vorstellung des Berichts merkte IEA-Direktorin Maria van der Hoeven an: Das deutsche EEG ist eine Erfolgsgeschichte, die weit über Deutschland hinaus zum Vormarsch derErneuerbaren beigetragen hat. Seit seiner Einführung im Jahr 2000 mit der garantiertenEinspeisevergütung ist es ein Garant für Investitionen in erneuerbare Energien. Das EEG hat zudem die Kosten der Technologien erfolgreich gesenkt.

Im weiteren Verlauf sprach sie einige Empfehlungen an die deutsche Regierung aus. Um eine gerechte Kostenverteilung zu organisieren, sei es ratsam, von Steuererleichterungen für den Industriesektor abzurücken. Außerdem könne der Emissionshandel durch einen Mindestpreis für CO2-Zertifikate in Schwung gebracht werden.