Fahrplan für den Klimaschutz

Zum Abschluss des Petersberger Klimadialogs in Bonn, hat Umweltminister Perter Altmeier klare Ziele für den Klimaschutz formuliert. Vor Vertretern aus 31 Staaten forderte er mehr Engagement.

Vom 16. bis 17. Juli 2012 trafen sich zum dritten Mal Minister und Delegationen aus 31 Staaten zum Petersberger Klimadialog. Eingeladen dazu hatte Bundesumweltminister Peter Altmeier und der Präsident der nächsten Weltklimakonferenz, Vizepremierminister Abdullah bin Hamad Al-Attiyal aus Katar.

Gemeinsam diskutierten die Teilnehmer, welche kurzfristigen Klimaschutzmaßnahmen sie vorantreiben wollen. Die beschlossenen Maßnahmen sollen auch als Ziele auf der Weltklimakonfenz im November 2012 in Doha werden. Bundeskanzlerin Merkel bestärkte in ihrer Grundsatzrede am 16. Juli die Notwendigkeit, den Klimawandel zu begrenzen, um die Folgen des Wandels kontrollierbar zu halten.

Nur der Anfang?

Ende 2012 läuft die erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls von 1997 aus. Auf neue international verbindliche Verpflichtungen zur Reduzierung der Emission konnte sich die Staatengemeinschaft bisher nicht einigen. Doch die Zeit läuft: 2015 laufen die in Kyoto unterzeichneten Klimaschutzverträge aus. Spätestens dann, so der Wunsch der Teilnehmer am Petersberg, soll ein neues Klimaschutzabkommen mit Kontroll- und Sanktionsmechanismen stehen und nahtlos an das Kytoprotokoll anknüpfen. Bis 2015 wollen wir ein neues Abkommen verhandeln. Doha wird den Übergang markieren: von Verhandlungen, die nur wenige Staaten binden, hin zu Verhandlungen, die uns alle binden. so Altmeier.

Bundesumweltminister forderte alle Anwesenden auf mehr zu tun

Zum Abschluss des Petersberger Klimadialogs rief Umweltminister Peter Altmeier zu verstärkten Anstrengung im Klimaschutz auf und bezog Position: Viele Staaten tun heute schon viel zum Schutz des Klimas und zur Minderung ihrer Emissionen. Das reicht aber nicht aus, um die zwei-Grad-Obergrenze einzuhalten. Wir müssen deshalb alle zusammen mehr tun. Abzuwarten bleibt die Haltung der USA und China. Die beiden Länder stoßen die größte Menge CO2 in die Umwelt aus und setzen sich kaum für den globalen Klimaschutz ein.