EEG-Umlage: ein Ende der Preisspirale?

Es könnte die letzte Erhöhung der Öko-Abgabe gewesen sein. Das Öko-Institut erwartet eine Stabilisierung der Umlage bis 2017 – dafür müssen aber die Rahmenbedingungen stimmen.

Vergangene Woche veröffentlichten die Netzbetreiber die Erhöhung der EEG-Umlage zum Jahreswechsel. Damit könnte aber Schluss sein mit der Preisspirale. So stellt es das Öko-Institut in einer Studie im Auftrag der Plattform „Agora Energiewende“ in Aussicht. Die Anstiege sollen ab 2015 spürbar moderater ausfallen. Dazu muss jedoch der Strompreis an der Börse konstant bleiben.

Maximal 6,7 Cent bis 2017

Manche Experten hatten im Vorfeld gar mit einer EEG-Umlage von bis zu 7 Cent pro Kilowattstunde (kWh) gerechnet, herausgekommen sind – nun auch offiziell – 6,24 Cent, ein Anstieg um knapp einen Cent pro kWh. Aber die gute Nachricht folgt nun durch eine aktuelle Studie: Für 2015 sagt das Öko-Institut einen kaum spürbaren Anstieg der Abgabe auf 6,5 Cent in Aussicht. Im Anschluss könnte die Umlage sogar wieder auf 6,4 Cent fallen, um sich 2017 nur leicht auf 6,7 Cent pro kWh zu verteuern.

Niedriger Börsenpreis – hohe EEG-Umlage

Der Börsenstrompreis müsste dazu zwischen 2015 und 2017 im Mittel bei 4,0 Cent liegen. Sollte er steigen, sinkt dadurch die EEG-Umlage sogar, weil sie dann in geringerem Maße günstigen Strom ausgleichen müsste. Zuletzt hatte sich der Preis an der Strombörse stark nach unten entwickelt.

Die Studie untersuchte außerdem, welche Faktoren maßgeblich zur Entwicklung der Umlage beitragen. Verantwortlich für den jüngsten Anstieg der EEG-Umlage war neben dem gesunkenen Börsenpreis vor allem der Ausbau der Offshore-Windkraft. Die Photovoltaik hingegen spielt bei der Verteuerung kaum mehr eine Rolle. Außerdem treiben laut Öko-Institut auch die vielgescholtenen Industrie-Rabatte für stromintensive Unternehmen den Preis der Abgabe für den durchschnittlichen Stromkunden nach oben.