Das verflixte siebte Jahr

Nach sieben Jahren haben Unternehmen, die am Europäischen Emissionshandelsystem teilnehmen, zum ersten Mal wieder mehr CO2 ausgestoßen.

Am Europäischen Emissionshandel nehmen Betreiber von Kraftwerken und Industrieanlagen sowie Airlines teil. Und zum ersten Mal seit sieben Jahren, stiegen die CO2-Emissionen um 0,3 Prozent. Das geht aus vorläufigen Zahlen der EU-Kommission hervor.

Gründe für den Anstieg

Der Durchschnittspreis für eine Tonne Treibhausgas lag 2017 bei 5,88 Euro. Somit fehlten den Industrien Anreize für Investitionen, die die Emissionen mindern sollten. Genau das sollte der Emissionshandel aber bewirken. Dieses Jahr sind die Preise nun mehr als doppelt so hoch. Hält dieser Trend das ganze Jahr über an, werden die Emissionen wieder sinken.

Deutschland und seine Emissionen

Insgesamt stiegen die Emissionen aus dem Europäischen Emissionshandelsystem im Jahr 2017. In deutschen Anlagen gingen sie, laut Umweltbundesamt, aber zurück und zwar um 3,4 Prozent. Außer in der Industrie: die Zahlen stiegen 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent. Die Eisen- und Stahlindustrie stießen sogar fast vier Prozent mehr CO2 aus. Die Zementklinker-Herstellung sogar knappe sechs Prozent.