Solarenergie

Solar verdrängt Kohle

Die installierte Solarleistung soll sich bis 2030 weltweit verzehnfachen.

Im vergangenen Jahr sind die Investitionen in Solaranlagen gegenüber 2015 um 34 Prozent gesunken. Man könnte deswegen meinen, dass die Ausbreitung der Solarenergie aufgehalten wird. Aber eine internationale Forschungsgruppe sagt im Fachmagazin „Science“ voraus, dass es bis 2030 zu einem regelrechten Solarboom kommt. Grund dafür sind die ständig sinkenden Kosten für Fotovoltaikanlagen und die damit ebenfalls sinkenden Strompreise weltweit. In der Studie haben Forscher des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg und vom National Renewable Energy Laboratory in Denver zusammengearbeitet.

Sonnenenergie setzt sich durch

Aus Kohle gewonnener Strom würde damit immer mehr an Bedeutung verlieren. Auch jetzt gibt es bereits Länder, deren Sonnenstrom billiger ist als Kohlestrom. Weniger als drei Cent pro Kilowattstunde kostet der Solarstrom in Ländern wie Chile oder Dubai. Das ist etwa die Hälfte des internationalen Durchschnittspreises für Kohlestrom. In den nächsten Jahren könnte Solarenergie sich weltweit als beliebteste Stromerzeugungsart durchsetzen, so eine Analyse von „Bloomberg“ .

Innovationen noch möglich

Die Forscher sehen großes Potenzial für Einsparungen bei den Fotovoltaikmodulen. Sie halten es sogar für möglich, dass die Preise für die Module noch drastischer sinken könnten. Die damit steigende Solarleistung könnte bis 2030 sogar potenziell 30 Mal größer werden als jetzt. Gleichzeitig müsse aber auch die Moduleffizienz verbessert werden, so die Autoren des „Science“-Artikels. Dabei müsse man gleichzeitig darauf achten, dass die Fertigungskosten nicht in gleicher Höhe steigen.

Die Anschaffung eines Stromspeichers für die Fotovoltaikanlage wird auch immer lohnender. Dazu können Sie hier mehr erfahren.


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