Sonnenenergie

Lokale Energiewende – von Profis profitieren

Sonnenenergie ist eine Möglichkeit, sich unabhängig zu machen von fossilen Rohstoffen - für Hausbesitzer wie für Kommunen.

Die Energiewende findet jetzt statt. Monatlich nehmen in der Pfalz circa 450 Hausbesitzer erstmals eine PV-Anlage in Betrieb, produzieren und verbrauchen ihren eigenen Strom und machen sich so zunehmend unabhängig von nicht regenerativen Energiequellen. Damit steigt stetig der Anteil an Strom aus erneuerbaren Quellen – eine Erfolgsgeschichte. Die Pfalzwerke sind daran wesentlich beteiligt. Sie engagieren sich seit mehr als 15 Jahren für die Energiewende beispielsweise über ihr Tochterunternehmen PFALZSOLAR. Sie installiert nicht nur PV-Anlagen für private Nutzer, sie bringt seit Jahren auch PV-Anlagen im großen Stil ans Netz und unterstützt so beispielsweise Gemeinden in der Region bei ihrer lokalen Energiewende. Dazu drei aktuelle Beispiele von Großprojekten.

Solarpark Ellerstadt

Bei der Projektentwicklung großer PV-Anlagen stellt der Natur- und Artenschutz oftmals eine Herausforderung dar. „Der Solarpark Ellerstadt ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich Natur- und Umweltschutz optimal vereinen lassen“, sagt Thomas Kercher, Geschäftsführer der PFALZSOLAR. Aktuell werden mehr als 6.000 Solarmodule auf der Deponie Ellerstadt installiert mit einer Gesamtleistung von 1,7 Megawatt.


Ellerstadt kompakt: Leistung 1,7 Megawatt; zu erwartender Ertrag 1,7 Millionen Kilowattstunden; Einsparung Kohlendioxid zirka 1.000 Tonnen


Schiersfeld

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Das Solarfeld in Schiersfeld aus der Vogelperspektive

Eine andere Größenordnung ist der 7,7 Megawatt große Solarpark „Auf dem Hackenberg“ in Schiersfeld, den die PFALZSOLAR Anfang Dezember 2016 ans Netz brachte. Im Rahmen der vierten Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur für PV-Freiflächen erhielt PFALZSOLAR erstmals einen Zuschlag und setzte sich gegen 107 Gebote durch. „In Rheinland-Pfalz wurden in dieser Runde nur zwei Projekte vergeben. Für uns ist es daher besonders schön, in dieser Größenordnung vor der eigenen Haustür aktiv zu werden“, sagt Kercher. Insgesamt darf die Bundesnetzagentur pro Jahr maximal zehn Solarparks auf Ackerflächen in benachteiligten Gebieten im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens bezuschlagen. Schiersfeld ist einer davon. „Die gesetzliche Regelung zum Freiflächenausschreibungsverfahren wird in der Branche oftmals kontrovers diskutiert“, erklärt PFALZSOLAR Geschäftsführer Thomas Kercher. Er kritisiert vor allem, dass das Verfahren eine spekulative Gebotsabgabe ermöglicht – bis hin zu unrealistischen Tiefpreisen. „PV-Freiflächenprojekte leisten nach unserer Einschätzung einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende in Deutschland, weshalb wir auch an künftigen Ausschreibungsrunden teilnehmen. Allerdings werden wir uns nur mit absolut realistischen Geboten beteiligen“, betont Kercher. In Schiersfeld installierte das Profiteam der PFALZSOLAR Ende 2016 rund 30.000 PV-Module, die zusammen jährlich mehr als 8,5 Millionen Kilowattstunden Solarstrom erzeugen. Damit kann das Kraftwerk rechnerisch nicht nur den jährlichen Energiebedarf der zirka 230 Einwohner der Ortsgemeinde Schiersfeld decken, sondern bis zu 1.900 weitere durchschnittliche Haushalte versorgen.

Schiersfeld kompakt: Leistung 7,7 Megawatt; zu erwartender Ertrag 8,5 Millionen Kilowattstunden; Einsparung Kohlendioxid zirka 5.000 Tonnen


Wössingen bei Karlsruhe

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Das an PFALZSOLAR verpachtete Dach liefert umweltfreundlichen Solarstrom.

Eine weitere Premiere erlebte PFALZSOLAR im November 2016. Auf der 280 Meter langen Dachfläche des Baustoffherstellers Opterra in Wössingen bei Karlsruhe installierte die Pfalzwerke-Tochter eine Aufdachanlage mit einer Leistung von 1,7 Megawatt. Dazu verpachtet das Unternehmen die Dachfläche an PFALZSOLAR. Die Anlage wird jährlich rund 1,78 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Solarstrom produzieren und in das öffentliche Netz einspeisen. Das ist rechnerisch genug Energie, um mehr als 470 durchschnittliche deutsche Haushalte zu versorgen und entspricht der Menge, welche die Nachbargemeinde Bretten-Dürrenbüchig pro Jahr verbraucht. Verglichen mit nicht-regenerativen Energiequellen sorgt der Strom von der Opterra-Dachfläche für eine Kohlendioxid-Ersparnis von fast 1.000 Tonnen pro Jahr. „Mit dem Projekt unterstützt Opterra die Erreichung der energiepolitischen Ziele der Landesregierung“, so Stephan Schenk, Opterra-Werkleiter am Standort Wössingen.

Wössingen kompakt: Leistung 1,7 Megawatt; zu erwartender Ertrag 1,78 Millionen Kilowattstunden; Einsparung Kohlendioxid zirka 1.000 Tonnen

Fotos: Konrad Merz, PFALZSOLAR


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